Das Elbhangfest 2013 – Mein lieber Schwan

P6290506Gebeutelt vom Hochwasser erlebte der Elbhang zwischen dem Körnerplatz und Pillnitz auch dieses Jahr wieder das Elbhangfest. Nun bin ich ja kein Bewohner des Hanges, da fehlt mir der eine oder andere Euro in der Tasche. Trotzdem mitten im Geschehen, eben unten an der Elbe. Das Fest ereignet sich jedes Jahr, ich hab Erinnerungen, seit dem Jahr 2000 besuchte ich es sporadisch. Ich weiß nicht, ob es damals schon Eintritt kostete, ich tendiere zu nein. Das Drachenboot-Rennen auf der Elbe, ein Feuerwerk. Verschiedene Buden die Bier und Würstchen verkaufen. So etwa stellt man sich ein Stadtteilfest vor, ein Volksfest. Gibt an anderen Stellen auch, an sich nicht weiter spektakulär. Nun hat es mich zurück nach Dresden verschlagen und direkt an den Elbhang. Eigentlich könnte man sich freuen, ist man mitten drin statt nur dabei!

Aber im Laufe der letzten 3 Jahre ist ein erschreckender Verdacht auf gekeimt. Dieses Fest ist in die Geiselhaft gutbürgerlicher, überheblicher (Pseudo)-Kulturliebhaber geraten!

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Elbehochwasser Dresden Juni 2013

An sich dachte ich, dass eine Jahrhundertflut nur einmal im Jahrhundert vorkommt. Ist aber nicht so. Nachdem 2002 mein Mietshaus voll im Wasser stand, hoffe ich diesmal, dass es ausreichend hoch ist. Es gibt Anzeichen dafür, dass es so ist. Andere, auch direkt in der Nachbarschaft haben so ein Glück nicht, die sind voll betroffen und ihre Wohnungen, Häuser und Geschäft stehen im braunen Wasser der Elbe. Ich ging ein wenig in der Nachbarschaft umher und fertigte Fotos an.

Abgezockt in der Apotheke

Ausgelöst durch die Erkrankung eines Büro-Nachbarn, sah man mich heute früh mit angstvoll verzerrtem Gesicht, geradezu ängstlich vor der Apotheke in der Schillergallerie in Dresden stehen. Da ich einer explosiven Diarrhö unbedingt entgehen wollte, dachte ich, wäre es außerordentlich schlau, mit Desinfektionsmittel auf die Bedrohung zu reagieren. Also frischen Mutes in die Apotheke getreten. Zu meiner großen Überraschung war der Einkaufsraum weitestgehend frei von älteren Personen, die um 9 Uhr normalerweise die ganze Gegend um den Schillerplatz fest im Griff haben. „Abgezockt in der Apotheke“ weiterlesen

Rundfunkgebühr ab 2013 für alle

Na super! Da hat der letzte Landtag dem 15. Rundfunkstaatsvertrag zugestimmt und die Umwandlung der Rundfunkgebühr in eine Haushaltsabgabe wird 2013 umgesetzt. Aller Orten regt sich nun Widerstand. Dieser und jener ruft zur Revolte auf, andere nehmen Worte wie Strafe und Skandal in den Mund. In diversen Kommentaren an den entsprechenden Blogbeiträgen und in den sozialen Netzen werden abenteuerliche Vorschläge in die Welt hinaus geschrien. Komisch. Ich muss dazu freilich auch meine Meinung raus lassen.

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Bezahlfernsehen wird modern – Sky GO

In Deutschland gibt es seit langem Bezahlfernsehen. Zum einen den öffentlich rechtlichen Rundfunk mit ARD und ZDF und den unzähligen dritten Programmen. Das kostet rund 18€ im Monat, ist von jedem Haushalt zu abonnieren der über geeignete Empfangsgeräte verfügt und beinhaltet je nach Abo TV und Radio oder nur Radio. Die Gebühr wird fällig, sobald man ein irgendein Gerät besitzt, welches zum Empfang des Angebotes geeignet ist. Das kann ein Auto-Radio sein, ein Smartphone oder ein PC. Die Anstalten der ARD und das ZDF sind verpflichtet, einen Sendeauftrag einzuhalten. Das unglaublich hohe Gebührengeld soll dafür sorgen, dass ein Gegenpol zu den anderen Medienangeboten geschaffen wird, unabhängig von Wirtschaft und Staat.

Die zweite Sorte ist das werbefinanzierte TV und Radio, welches uns in der Gestalt von RTL, Sat 1 und Pro7 entgegen tritt. Privat finanzierte Radios kommen dudeln aus jeder Ecke. Die Einnahmen werden über Werbeeinblendungen erzielt und sind im Verhältnis zu den Gebühren der öffentlich rechtlichen Anstalten geradezu lächerlich. Der Konsument zahlt indirekt indem er Unterbrechungen und Produktplatzierungen über sich ergehen lässt.

Die dritte Sorte, in Deutschland traditionell eher schwach aufgestellt, ist das reine Abo-Fernsehen, welches in Form von Sky und den Angeboten der Kabelgesellschaften in die Wohnungen kommt. Nachdem ich im Jahre 2000 auf der Suche nach digitalem TV war, wurde mir im T-Punkt ein Premiere-Abo unter geschoben. Seit dem bin ich ehrlicher und zahlender Kunde dort. In der letzten Zeit hat sich da einiges getan. „Bezahlfernsehen wird modern – Sky GO“ weiterlesen

Flattr ist tot

Vor geraumer Zeit konnte ich mich für das Konzept von Flattr begeistern. Die Idee war, eine Art „Like-Button“ mit Micropayment-System zu etablieren. Statt nur einem „Mag ich!“ sollte man einen kleinen Betrag überweisen. Man setzt zum Anfang des Monats einen Betrag fest, meinetwegen 2€. Dieser Betrag bringt zum Ausdruck, welchen Wert ein Internet voll mit Informationen und Dingen für jeden hat. Jeder Klick auf einen Flattr-Button teilt diesen Betrag. Am Ende des Monats wird der absolute Betrag durch die Anzahl der Klicks geteilt und dem Verfasser überwiesen. Es gab Erfolgsgeschichten wie die TAZ und diverse Podcasts von Tim Pritlove sind zu nennen.

Für so einen kleinen Blog wie den hier, der kaum besucht wird, bringt es aber nichts. Ich hab 20€ eingesetzt, also seit 10 Monaten läuft es. Ich hab brav Beiträge geflattered, weil ich der Meinung bin, dass man Arbeit anderen durchaus honorieren sollte. Irgendwo hegte ich die Hoffung, dass die irgendwo ja zählbaren Besucher hier, die manchmal auch eine nützliche Information finden, auch den einen oder anderen Flattr-Knopf drücken. Das ist auch passiert, allerdings sind die Einnahmen genau 0,26€… Es scheint also, dass der Gelegenheits-Surfer nicht weiß was Flattr ist und auch nicht bereit ist, einige Cent für Unterhaltung und Information zu zahlen. Dann muss das konventionell mit Werbung und Affilate-Links passieren.

And One und keine Konzerte mehr mit Unheilig

Wo ich doch neulich auf dem Konzert von „Unheilig“ bei den Filmnächten am Elbufer war, erfuhr ich im Facebook, dass And One die Konzerte von Unheilig nicht mehr als Vorband begleiten. Ich war fast extra wegen And One dort und fand auch selber schon die Konstellation komisch. Im Publikum viele ältere Leute und Kinder. Vorn auf der Bühne dann als Vorband And One. Hmm,… Keiner der Menschen aus dem Publikum konnte was anfangen mit der Musik, ein paar einzelne Menschen aus der schwarzen Szene waren da. Fand ich schon komisch. Das Konzert von Unheilig war grenzwertig kommerziell aufgezogen, wie ich schon schrieb. Da wurde eine VW-Sonderedition promoted und sonstiges Zeug veranstaltet. Die Lieder die halb wie Rammstein klingen verwirrten das ältere Publikum eh nur, die rissen Feuerzeuge hoch bei den Baladen und Tränendrücker-Songs im Stil von „Gebohren um zu Leben“.

Auf der Seite von And One erschien nun ein Statement von Steve, warum und weshalb. Das weicht etwas von der Ansage des Grafen auf Facebook ab. Es wird genau die komische Zusammensetzung des Publikums und die unglaubliche Kommerzialisierung der Unheilig-Musik angeprangert. And One zieht die Notbremse und macht keine Konzerte mehr. Dafür freut man sich ja schon auf das Konzert im Oktober in Dresden.