Kategorien
Dresden Komische Sachen Zeitgeschichte

Abgezockt in der Apotheke

Ausgelöst durch die Erkrankung eines Büro-Nachbarn, sah man mich heute früh mit angstvoll verzerrtem Gesicht, geradezu ängstlich vor der Apotheke in der Schillergallerie in Dresden stehen. Da ich einer explosiven Diarrhö unbedingt entgehen wollte, dachte ich, wäre es außerordentlich schlau, mit Desinfektionsmittel auf die Bedrohung zu reagieren. Also frischen Mutes in die Apotheke getreten. Zu meiner großen Überraschung war der Einkaufsraum weitestgehend frei von älteren Personen, die um 9 Uhr normalerweise die ganze Gegend um den Schillerplatz fest im Griff haben.

Kategorien
Zeitgeschichte

Rundfunkgebühr ab 2013 für alle

Na super! Da hat der letzte Landtag dem 15. Rundfunkstaatsvertrag zugestimmt und die Umwandlung der Rundfunkgebühr in eine Haushaltsabgabe wird 2013 umgesetzt. Aller Orten regt sich nun Widerstand. Dieser und jener ruft zur Revolte auf, andere nehmen Worte wie Strafe und Skandal in den Mund. In diversen Kommentaren an den entsprechenden Blogbeiträgen und in den sozialen Netzen werden abenteuerliche Vorschläge in die Welt hinaus geschrien. Komisch. Ich muss dazu freilich auch meine Meinung raus lassen.

Kategorien
Zeitgeschichte

Bezahlfernsehen wird modern – Sky GO

In Deutschland gibt es seit langem Bezahlfernsehen. Zum einen den öffentlich rechtlichen Rundfunk mit ARD und ZDF und den unzähligen dritten Programmen. Das kostet rund 18€ im Monat, ist von jedem Haushalt zu abonnieren der über geeignete Empfangsgeräte verfügt und beinhaltet je nach Abo TV und Radio oder nur Radio. Die Gebühr wird fällig, sobald man ein irgendein Gerät besitzt, welches zum Empfang des Angebotes geeignet ist. Das kann ein Auto-Radio sein, ein Smartphone oder ein PC. Die Anstalten der ARD und das ZDF sind verpflichtet, einen Sendeauftrag einzuhalten. Das unglaublich hohe Gebührengeld soll dafür sorgen, dass ein Gegenpol zu den anderen Medienangeboten geschaffen wird, unabhängig von Wirtschaft und Staat.

Die zweite Sorte ist das werbefinanzierte TV und Radio, welches uns in der Gestalt von RTL, Sat 1 und Pro7 entgegen tritt. Privat finanzierte Radios kommen dudeln aus jeder Ecke. Die Einnahmen werden über Werbeeinblendungen erzielt und sind im Verhältnis zu den Gebühren der öffentlich rechtlichen Anstalten geradezu lächerlich. Der Konsument zahlt indirekt indem er Unterbrechungen und Produktplatzierungen über sich ergehen lässt.

Die dritte Sorte, in Deutschland traditionell eher schwach aufgestellt, ist das reine Abo-Fernsehen, welches in Form von Sky und den Angeboten der Kabelgesellschaften in die Wohnungen kommt. Nachdem ich im Jahre 2000 auf der Suche nach digitalem TV war, wurde mir im T-Punkt ein Premiere-Abo unter geschoben. Seit dem bin ich ehrlicher und zahlender Kunde dort. In der letzten Zeit hat sich da einiges getan.

Kategorien
Web Wordpress Zeitgeschichte

Flattr ist tot

Vor geraumer Zeit konnte ich mich für das Konzept von Flattr begeistern. Die Idee war, eine Art „Like-Button“ mit Micropayment-System zu etablieren. Statt nur einem „Mag ich!“ sollte man einen kleinen Betrag überweisen. Man setzt zum Anfang des Monats einen Betrag fest, meinetwegen 2€. Dieser Betrag bringt zum Ausdruck, welchen Wert ein Internet voll mit Informationen und Dingen für jeden hat. Jeder Klick auf einen Flattr-Button teilt diesen Betrag. Am Ende des Monats wird der absolute Betrag durch die Anzahl der Klicks geteilt und dem Verfasser überwiesen. Es gab Erfolgsgeschichten wie die TAZ und diverse Podcasts von Tim Pritlove sind zu nennen.

Für so einen kleinen Blog wie den hier, der kaum besucht wird, bringt es aber nichts. Ich hab 20€ eingesetzt, also seit 10 Monaten läuft es. Ich hab brav Beiträge geflattered, weil ich der Meinung bin, dass man Arbeit anderen durchaus honorieren sollte. Irgendwo hegte ich die Hoffung, dass die irgendwo ja zählbaren Besucher hier, die manchmal auch eine nützliche Information finden, auch den einen oder anderen Flattr-Knopf drücken. Das ist auch passiert, allerdings sind die Einnahmen genau 0,26€… Es scheint also, dass der Gelegenheits-Surfer nicht weiß was Flattr ist und auch nicht bereit ist, einige Cent für Unterhaltung und Information zu zahlen. Dann muss das konventionell mit Werbung und Affilate-Links passieren.

Kategorien
Dresden Event Zeitgeschichte

And One und keine Konzerte mehr mit Unheilig

Wo ich doch neulich auf dem Konzert von „Unheilig“ bei den Filmnächten am Elbufer war, erfuhr ich im Facebook, dass And One die Konzerte von Unheilig nicht mehr als Vorband begleiten. Ich war fast extra wegen And One dort und fand auch selber schon die Konstellation komisch. Im Publikum viele ältere Leute und Kinder. Vorn auf der Bühne dann als Vorband And One. Hmm,… Keiner der Menschen aus dem Publikum konnte was anfangen mit der Musik, ein paar einzelne Menschen aus der schwarzen Szene waren da. Fand ich schon komisch. Das Konzert von Unheilig war grenzwertig kommerziell aufgezogen, wie ich schon schrieb. Da wurde eine VW-Sonderedition promoted und sonstiges Zeug veranstaltet. Die Lieder die halb wie Rammstein klingen verwirrten das ältere Publikum eh nur, die rissen Feuerzeuge hoch bei den Baladen und Tränendrücker-Songs im Stil von „Gebohren um zu Leben“.

Auf der Seite von And One erschien nun ein Statement von Steve, warum und weshalb. Das weicht etwas von der Ansage des Grafen auf Facebook ab. Es wird genau die komische Zusammensetzung des Publikums und die unglaubliche Kommerzialisierung der Unheilig-Musik angeprangert. And One zieht die Notbremse und macht keine Konzerte mehr. Dafür freut man sich ja schon auf das Konzert im Oktober in Dresden.

Kategorien
Mac Technik Zeitgeschichte

iPhone Location Daten visualisiert

Bei Crowdflow kann man seine iPhone Datenbank spenden. Diese enthält ja nun die Position der Sendemasten der Mobilfunk-Anbieter und die Positionen von WLAN-Stationen. Es gibt bereits einige Auswertungen. Eine Heatmap der WLAN’s in Berlin, Statistiken zu den Herstellern der Router und so weiter. Bevor nun das Update raus kommt und die Daten für immer löscht, kann man denen noch einen Sinn verleihen.

Kategorien
Dresden Foto Zeitgeschichte

Ich wohne in einer Postkarte!

Ein Zuhause wie von der Postkarte

Heute mittag, als eine kleine Gruppe unter freiem Himmel zu Essen war, ist dieses kleine Bild gelungen. Zweifelsohne mit Effekten versehen, zeigt es das Loschwitzer Ufer der Elbe in Dresen in netter Weise. Genau dort will man ja wohnen, dachte ich mir. Zum Glück tue ich es. Ich will nicht anfangen Heimatlieder zu singen, aber jetzt im Frühling wird irgendwie klar, dass ich (wieder) in der schönsten Stadt wohne. Da kann kaum Berlin und leider auch nicht Schladming mit halten. Wer weiß, wie es geworden wäre, wenn ich nach Wien gegangen wäre. Was mir in den wenigen Male die ich da war, wie ein großes Dresden vor kam.

Kategorien
Berlin Dresden Schladming Software Zeitgeschichte

Google Earth 5 – Schladming weg!

Seit gestern gibt es eine Version 5 von Google Earth. Diese kann nun, wie in jedem Blog/Magazin zu lesen ist im Ozean tauchen. Okay. Was ich viel spannender finde, sind die historischen Daten. Man kann für jeden Punkt daten von früheren Aufnahmen abrufen. Meist sind das geringer aufgelöste Bilder. Ein direkter Vergleich ist also kaum möglich, es sei denn eine weiträumige Erdverwerfung fand statt. So kommt man auch an das Datum der Aufnahme, die in früheren Zeit für Rätselraten sorgte. Ich weiß nun, dass das Bild in Berlin vom 5.5.2006 ist, da steht mein Auto nicht vor der Tür. Aber auch nicht in der Arbeit. Da stehen eh ganz wenige Autos. Was war da los? Stimmt das Datum doch nicht? In der alten Dresden-Gegend ist das Bild vom 23.2.2003, also muss ich nach einem schwarzen Auto suchen, kein rotes. Ist das Auto vom eF dann das Auto vom eF oder eine Täuschung? Hmm,…

Momentan ist es auch so, dass zum Beispiel Schladming kaum mehr nutzbares Bild hat. Was geht da vor sich? Bekommt diese Gegenden, wie auch große Teile Tschechiens neues Bildmaterial oder sind sie für immer dahin? Abwarten!