Fraunhofer Cingo auf dem Nexus 10

Fraunhofer_CingoEnabled_DruckMit einem halben Ohr hörte ich gestern beim Google-Frühstück, dass das neue Nexus 7 (2013) eine neue Art Surround-Klang mit bringt. Da dachte ich mir, das kennt man schon von früher, kann nicht. Der Cashy hat alles wichtige zusammen geschrieben, muss ich nicht noch mal machen. Ich hab dem Nexus 10 vorhin ein Update aus dem Factory-Image verpasst, was prima geht, auch als Update ohne Löschen. Dann aus Interesse nach den Neuerungen gesucht, schwer genug sind die zu finden. Die Einstellungen zum neuen Surround-Sound fand ich in der Google Play Movies App. Da ist es default aktiviert. Es gibt auch einen Demo-Film dazu.

Ich muss sagen, ich bin selber überrascht, aber das funktioniert gut. Okay, es kommt nicht rüber wie wenn man 7 Boxen im Zimmer hat, aber gegenüber normalem Stereo aus den Speakern ist es definitiv ein Gewinn. Über Kopfhörer funktioniert es auch, da ein wenig besser, allerdings ist dann der Eindruck eh schon verschoben. Die Leute reden nicht aus dem Tablet, sondern in meinem Kopf. Da hab ich es lieber, wenn die klar wahrnehmbar aus dem Bild reden. Das tut es beim N10 durch die Stereo-Lautsprecher und wenn man es an- und abschaltet, bemerkt man einen Gewinn in der Räumlichkeit. Auch wenn irgendwelche Leute jetzt reden werden, das GEHT nicht. Dann sollen die mir mal erklären, wie ich mit Stereo-Ohren räumlich hören kann. Das kann ja nur so funktionieren, dass das Ohr Laufzeitunterschiede des Tons und die „Abschattung“ durch die Ohrmuschel nutzt um recht und links sowie vorn und hinten zu lokalisieren. Das Brain setzt diese Infos dann eben in Räumlichkeit um. Warum sollte das nicht funktionieren, wenn man den Effekt direkt ins Ohr rein tönt? Weil Fraunhofer nicht wissen konnte, wie meine Ohrmuschel abschattet und quasi mein Hirn mit einem allerwelts-Schatten klar kommen muss? Möglich.